altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Augustus von Itzenplitz

Guts- und Gerichtsherr

Sterbedatum:
22.05.1753
Ort:
Jerchel Krs, SDL
Standort:
Kirche
GPS:
11.942973 - 52.461579

Beschreibung:
Zustand:
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt im unteren Bereich einige Verwitterungsspuren, weswegen die Lesbarkeit der Inhalte der unteren Kartuschen eingeschränkt ist.

Dekor:
Unter einem gewölbten Gesims befinden sich zwei Wappen und darunter ein Schriftband und vier Kartuschen, die die Textfelder fassen. Mittig zwischen den Zierrahmen ist ein Totenkopf vor einem gekreuzten Knochenpaar zu sehen. Durch die Augenhöhlen des Schädels läuft ein Band, mit dem dieser zwischen den beiden oberen Kartuschen aufgehängt ist. Im Schild des linken Wappens (von Itzenplitz) befinden sich drei Bären auf einem nach links geneigten Balken. Die Helmzier zeigt einen empor ragenden, nach links blickenden Bären, der drei Pfauenfedern in seinen Pfoten hält. Das rechte Wappen (von Arnstedt) führt einen nach links geneigten Balken und drei Rosen, die auf der zweiten Diagonalen liegen, im Schild. Den Helm ziert ein Flügelpaar, wovon jeder Flügel mit drei Rosen dekoriert ist. Über dem Gesims sitzen zu beiden Seiten Putten, die einen Blattwedel in der Hand halten. Dazwischen sind Wolken und ein Engelskopf angeordnet.

Inschrift
Schriftband unter den Wappen:

Gott allein die Ehre
Hier ruhen die Gebeine zweyer Christl.
Ehe = Leute


Kartusche links oben:
Nemlich
Des Hochwohlgebl.
Herrn
Hrn. Augustus v. Itzenplitz
weyl: Erb Lehn u. Gerichts Hl:
auf Jerchel und Grieben.
Er erbl: das Licht der Welt
Anno 1669 d. 23. Sept:
und verschied darauf
im Glauben an seinen
Heyland Jesum
Christum.
Ao 1753. d.
22. Febr:

Kartusche links unten:
Herr
ich (warte) auf
dein Heyl, p.
Geness: 49 Cap:
vers 18.

Kartusche rechts oben:
Und
Der Hochwohlgebl. Frauen
Fr: Anna Margaretha
von Itzenplitz

gebl: von Arenstadt
Sie trat glückl: in die Welt
Ao: 169(1) d. 3. July. u.
verschied gläubig hier =
auf Ao̅: 1766
d. 10. Febr.

Kartusche rechts unten:
(Wenn) ich nur dich
habe so frage ich
nichts nach Him
mel u. Erden.
Psalm: 73
v. 25.

Anmerkung:
Die Grabplatte findet Erwähnung mit Bild in: Hossfeld / Haetge „Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen Kreis Stendal Land“, Kommissionsverlag August Hopfer in Burg 1933, S.113. Im Sterberegister von 1766 wird erwähnt, dass Anna Margaretha von Itzenplitz an einer schweren Brustkrankheit starb.

Abmessungen:
1,21 m × 1,84 m

Lage:
Die Grabplatte befindet sich außerhalb der Kirche an der Nordwand östlich der Eingangspforte. Sie steht auf einem kleinen, in die Wand eingelassenen Backsteinpodest.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017