altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Catharina Lucia von der Schulenburg

Sterbedatum:
02.02.1666
Ort:
Altenhausen
Standort:
Ev. Pfarrkirche St. Trinitatis
GPS:
11.253520 - 52.262590

Beschreibung:
Epitaph für Catharina Lucia von der Schulenburg (*1665 +1666). (ehemals Gegenstück zu einer offenbar verlorenen Gedenktafel für den Bruder Bernhard Werner von der Schulenburg (* und +1674). Einfache rechteckige Tafel mit zeitgenössischer Rahmendekoration in Form von Engelsköpfen sowie Rosen- und Tulpenblüten. Mittig folgende Inschrift in barocker Fraktur: „Catharina Lucia von der Schulenburg, Herrn Alexandern von der Schulenburgk, Fürstl. Magdeb. Land=Rahts, Auff Altenhausen, Betzendorff und Hohenwarschleben Erbherrens, Töchterlein ist den 14. December Morgens umb 8 Uhr Ao. 1665 zu Altenhausen auf diese Welt gebohren, den 2. Febr. Auff Mariä Reinigung Tage Anno 1666 Abends um 9 Uhr Daselbsten Seehliglich im HERRN entschlafen, Als Sie Auff dieser Weldt gelebet 7 Wochen 1 Tag und 13 Stunden. Und den 4. Juli Anno 1667 Alhier begraben worden. Gott verleihe derselben in der Erden eine sanffte Ruhe Undt an jenem großen Tage eine Frölige Auferstehung zum Ewigen Leben.

Impurum mundum Catharina haec pura reliquit
Et Luce Aeterna Fruitur Lucia Beata“.

Beiderseits der Inschrift deuten sich je vier übereinander angeordnete Rechtecke an, möglicherweise hat man im Rahmen einer späteren Restaurierung davon abgesehen, die weitgehend ausgelöschten Wappen einer ehedem achtstelligen Ahnenprobe zu übermalen und damit gänzlich unsichtbar zu machen.
Zugehörig ist eine schlichte Grabmarkierung in Sandstein im Chorraum rechter Hand des Alters mit der (später erneuerten) Inschrift: „Catharina Lucia von der Schulenburg + 1666“. Zur Person: Catharina Lucia von der Schulenburg (732) war eine Tochter Alexanders III. von der Schulenburg aus dessen erster Ehe mit Adelheid Agnes von Alvensleben a.d.H. Hundisburg (*1636 +1668).

Material:
Malerei auf Holz,

Standort:
Nordwand der Kirche zu Altenhausen

Literaturquellen:
Zur Person: Johann Friedrich Danneil, Das Geschlecht von der Schulenburg, Bd. 2, Salzwedel 1847, S. S. 549, Fritz Schwerin, Alexander von der Schulenburgs, weiland fürstl. sächs. u. nachher kurfürstl. brandenburgischer Land-Rath im Herzogthum Magdeburg, Erbherr auf Altenhausen, Hohenwarsleben und Betzendorf (…) Lebenslauf, von ihm selbst geschrieben. Nebst Beilagen und einem Anhange (…), Halle 1858, S. 31-32, Georg Schmidt, Das Geschlecht von der Schulenburg, Teil II, Beetzendorf 1899, S. 455.
Zum Objekt: Weder bei Marie-Luise Harksen (Bearb.), Die Kunstdenkmale des Kreises Haldensleben, Leipzig 1961, noch in Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Sachsen-Anhalt I, bearb. von Ute Bednarz und Folkhard Cremer, München-Berlin 2002, erwähnt.

Foto:
Bernd-Wilhelm Linnemeier, August 2017