altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Anne Catharine Dorothea Petri verw. Redlich verw. List

Saling

Sterbedatum:
08.08.1809
Ort:
Kakerbeck
Standort:
Kirche
GPS:
11.280684 - 52.666824

Beschreibung:
Zustand:
Die Grabplatte aus Sandstein befindet sich, bis auf einen größeren Fleck auf der unteren Hälfte, in einem tadellosen Zustand.

Dekor:
Das Textfeld ist mit einer gekerbten Linie umrandet und mit gekerbter Schrift versehen. Unter der Inschrift ist eine in sich verschlungene Linie abgebildet.

Inschrift:
Hier
ruhen die Gebeine
der Anne Catharina Dorothea geb. Salink
neben denen
ihres zweiten Mannes
des weil. Kauf – und Handelsmanns
Johann Joachim List in Kakerbek.
Sie wurde zu Gardelegen gebohren
am 12ten September 1743
Sie starb als verehelichte Petri
am 8ten August 1809
in einem Alter von 65 Jahr 11 Monath.
______

Gott! du hörst mein letztes Sehnen,
stillst auf ewig meine Thränen
Führst mich nach des Lebens Pein,
zu des Himmels Freuden ein.
Anmerkungen:
Anne Catharine Dorothea Saling wurde in Gardelegen als Tochter des Bürgers, Schwarz- und Schönfärbers Hyronimus Saling geboren. Ihre erste Ehe schloss sie in Zichtau am 7. Oktober 1779 mit dem dortigen Witwer und „Gärtner bey der Hochadel. Herrschaft“ Christian Redlich. Dieser starb am 10. November 1783 63jährig an Gallenfieber. In zweiter Ehe heiratete sie den Kaufmann Johann Joachim List in Kakerbeck. Auch aus dieser Ehe gingen keine Kinder hervor. Nach dessen Ableben 1802 ging sie ihre dritte Ehe am 27. Dezember 1803 mit dem Kauf- und Handelsmann Johann Burchard Petri aus Klötze ein. Die Trauung fand lt. Kirchenbuch von Kakerbeck „zu Folge seiner Confession[?] im Hause“ und nicht in der Kirche statt. 1809 starb sie lt. Kirchenbuch „an den Folgen des Schlages“.

Lage:
Es handelt sich um die Südliche von drei nebeneinander liegenden Grabplatten vor dem Altar, deren oberes Ende nach Westen weist. 1867 wurde lt. Mitteilung des Kirchenältesten, Herrn Alfred Lötge in Kakerbeck, die Kirche durch Anbau eines Querschiffes und einer Absis nach Osten verlängert. Folglich können diese Grabplatten erst danach an ihrem heutigen Standort im Fußboden eingelassen worden sein.

Abmessungen:
1,06 m × 2,31 m

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017